Ein Rückstau im Keller entsteht, wenn Abwasser aus der öffentlichen Kanalisation zurück ins Haus drückt - oft bei starkem Regen oder einer verstopften Hauptleitung. Mit den richtigen Maßnahmen lässt sich ein solcher Schaden zuverlässig verhindern.
Was verursacht Rückstau?
In Saarbrücken, wie in vielen Städten mit älteren Mischkanälen, kann bei Starkregen die Kanalisation überlasten. Dann drückt Abwasser durch tiefliegende Abläufe in Kellern zurück - durch Bodenabläufe, Waschmaschinenabflüsse oder WC-Anschlüsse.
- Überlasteter Kanal bei Starkregenereignissen
- Verstopfte Außenleitung durch Wurzeleinwuchs oder Ablagerungen
- Fehlende Rückstausicherung in älteren Gebäuden
Schutzmaßnahmen im Überblick
- Rückstauklappe oder Hebeanlage einbauen lassen - sie sperren den Rückfluss automatisch ab.
- Bodenabläufe im Keller mit Rückstauventilen nachrüsten.
- Kellerfenster und -türen mit Wassersperre oder Abdichtband sichern.
- Regelmäßig prüfen, ob Außenleitungen frei sind (alle zwei bis drei Jahre kameraendoskopieren lassen).
- Versicherungsschutz prüfen: Elementarschadenversicherung kann bei Rückstauschäden einspringen.
Rückstauklappe vs. Hebeanlage
Eine einfache Rückstauklappe reicht oft aus, wenn der Keller nur selten genutzt wird und keine Toilette vorhanden ist. Gibt es dagegen im Keller eine Toilette oder wird der Raum regelmäßig genutzt, empfiehlt sich eine elektrische Hebeanlage. Diese pumpt Abwasser aktiv über die Rückstauebene - also sicher auch bei laufendem Betrieb.
Häufige Fragen
Bin ich verpflichtet, eine Rückstausicherung einzubauen?
In vielen Kommunen, auch im Saarland, schreibt die DIN EN 12056 eine Rückstausicherung für Kellerabläufe unterhalb der Rückstauebene vor. Klären Sie dies mit dem zuständigen Baurechtsamt.
Was kostet eine Rückstauklappe einzubauen?
Je nach Aufwand und Anzahl der Absicherungspunkte sind ca. 300 bis 1.000 Euro realistisch. Eine Hebeanlage ist deutlich teurer - hier sollten Sie Angebote vergleichen.
Übernimmt die Versicherung Rückstauschäden?
Die Hausratversicherung deckt das meist nicht ab. Eine Elementarschadenversicherung hingegen kann Rückstauschäden einschließen - prüfen Sie Ihre Police genau.